27|09|17

Haptik von Papier – der Nutzen liegt auf der Hand

EIN AUSDRUCKSVOLLES PAPIER VERSTÄRKT DIE EMOTIONALE WIRKUNG IHRER BOTSCHAFTEN

Ein Blatt Papier hat vier Ecken, ist weiß und glatt – und dadurch oft austauschbar. Selbst unsere Drucker können die feinen Unterschiede der verschiedenen Sorten nicht immer auf Anhieb erkennen. Neben den gängigen Konsum-Sorten gibt es jedoch eine Welt des Papiers, in der Individualität und Charakter zählen.

Bei genauerem Hinsehen unterscheidet sich Papier in vielen Details: Zusammensetzung, Farbe, Oberfläche und Volumen machen jedes Blatt besonders. Die Einzigartigkeit wird zunächst darüber wahrgenommen, wie es sich anfühlt. Dies bezeichnet man als Haptik: die Wahrnehmung der Oberfläche des Papiers über den Tastsinn. Jahrzehntelang haben die einfachen glatten, meist glänzenden Papiere die Druckwelt dominiert. Heute sind dagegen vielfach Naturpapiere angesagt. Sie passen damit zum aktuellen Trend hochwertiger und natürlicher Materialien, wie sie derzeit in Architektur, Mode oder bei Handcrafted-Artikeln zu finden sind.

Schließen Sie die Augen – und fühlen Sie das Papier in Ihrer Hand!

Bei der Wahl des Papiers für Ihre Drucksachen geht es daher um mehr als die Entscheidung darüber, ob es matt oder glänzend sein soll. Das Material bestimmt die Wirkung auf den Empfänger. Die meisten Menschen mögen die Haptik und Anmutung der besonderen Oberflächen von Naturpapieren (ungestrichen) oder besonderen voluminösen Bilderdruckpapieren (gestrichen). Ungestrichene Papiersorten können holzfrei oder holzhaltig sein, werden ohne synthetische Inhaltsstoffe hergestellt und haben eine offene, raue Oberfläche. Bei gestrichenen Papieren hingegen wird ein Bindemittel aufgetragen, das die Oberfläche glättet.

 

Papiere mit einer ungewöhnlichen Oberfläche und markanten Eigenschaften werden direkt und unverfälscht wahrgenommen. Der warme und fühlbare Charakter weckt Emotionen und wirkt hochwertig. Ein sorgfältig gewähltes Papier unterstützt damit den Einsatz eines Printmediums. Seine Haptik weckt sofort die Aufmerksamkeit des Empfängers und vermittelt ein Gefühl von Qualität und Ehrlichkeit – ein positiver Start für einen Dialog.

 

Die Haptik des Papiers macht die Botschaft begreifbar

Kreative Unternehmen setzen auch in digitalen Zeiten längst wieder Papier ein – wegen seiner Haptik. Denn die Wirkung eines Mailings hängt stark davon ab, wie gut der Empfänger sich auch später noch daran erinnern kann und ob es sich im Gedächtnis verankert. Wichtige, nicht greifbare Ziele wie „Vertrauen“, „Authentizität“ oder „Sympathie“ werden nicht nur auf der visuellen Ebene erreicht. Ein gekonnt ausgesuchtes Papier unterstreicht hingegen die Botschaft des Mailings. Der Empfänger erfährt durch die Haptik eines ansprechenden Papiers eine weitere Dimension der Botschaft und kann sie im wahrsten Sinne des Wortes begreifen.

Damit wird Haptik ein zentraler Teil des Inhalts. Es lohnt daher, gut zu prüfen, welche Haptik zur Botschaft und visuellen Form des Produkts passt.

 

Sinneseindrücke verstärken die Wahrnehmungen im Gehirn

Menschen nehmen Papier mit allen Sinnen wahr: Sie fühlen, riechen und hören beim Berühren des Papiers und sehen gleichzeitig die gedruckten Texte und Bilder. Durch diese vielfältigen Sinneseindrücke arbeitet ihr Gehirn mit voller Leistung. Haptik spielt daher die Stärke von Print aus: die Qualitätswahrnehmung. Wer die Verpackungen luxuriöser Konsumartikel einmal genauer betrachtet, entdeckt dort vielfältige Details. Sie tragen maßgeblich dazu bei, dass der Käufer sofort das Gefühl hat, Qualität in den Händen zu halten. Haptische Effekte verstärken also die Kaufbereitschaft des Empfängers.

 

Ungewöhnliche Rohstoffe für spezielle Papiere

Wenn es um außergewöhnliche Haptik geht, werden Papierhersteller äußerst kreativ. Papier wurde im Laufe der Zeit aus unterschiedlichen, mitunter kuriosen Rohstoffen hergestellt: Lederabfälle, alte Geldscheine, bayerischer Hopfen, Algen aus der venezianischen Lagune und sogar – THC-freies – Hanf dienten als Ausgangsmaterial für Papiernovitäten. Sie blieben jedoch immer eine Randerscheinung im Sortiment. Ihre Eigenschaften waren zu speziell und die industrielle Produktion zu aufwändig.

 

Baumwolle als Rohstoff für besonders feine Papiere

Im Bereich der Papiere für Geschäftsaustattungen ist Baumwolle als Rohstoff jedoch eine hochwertige Alternative. Sie war in der Papierproduktion noch vor Holz die erste Wahl. Gewonnen wurde sie zunächst noch aus alten Stoffstücken, heute aus Randschichten der Baumwolle, die nicht für die Textilproduktion verwendet werden. Papiere aus Baumwolle haben viele Vorzüge: sie vergilben nicht, sind sehr langlebig und fest sowie angenehm weich und voluminös im Griff.


Baumwollzellstoff ist zwar teurer als andere Papier-Rohstoffe, dafür ist das Produkt auch besonders fein. In den USA kann man am Baumwollanteil des Papiers sogar den Rang des Absenders erkennen: Während  Bereichsleiter nur auf 25-Prozent Baumwollpapier korrespondieren, präsentiert ein CEO stolz seine 100-Prozent-Ausführung...

 

Wählen Sie ein Papier, das zu Ihrer Botschaft passt. Wir beraten Sie gern.

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